Wie ein Produkt bei uns entsteht

Wie ein Produkt bei uns entsteht

Ich werde oft gefragt, wie lange es dauert, bis ein neues Produkt bei uns im Regal steht.

Die ehrliche Antwort:
Ungefähr ein Jahr.

Manchmal sogar länger.

Und nein – das liegt nicht daran, dass wir langsam sind.
Sondern daran, dass ich jede einzelne Rezeptur selbst entwickle.


Am Anfang steht nie ein Trend

Ein Produkt beginnt bei mir nicht mit „Was verkauft sich gut?“,
sondern mit einer Frage:

Was braucht die Haut wirklich?
Wo kann ich etwas besser machen?
Welche Pflege würde ich selbst ohne Zweifel verwenden?

Ich arbeite ohne Standard-Grundrezepturen.
Ich kaufe keine fertigen Basen ein.
Ich entwickle jede Formulierung von Grund auf neu.

Das bedeutet: ausprobieren, verwerfen, neu denken.


Die Entwicklungsphase – der ehrlichste Teil

In dieser Phase bin ich am kritischsten.

Ich teste Rohstoffe.
Ich verändere Prozentanteile.
Ich passe Texturen an.
Ich streiche Inhaltsstoffe wieder, wenn sie nicht zwingend notwendig sind.

Manche Rezepturen verwerfe ich komplett, obwohl sie „funktionieren“ würden –
einfach weil sie sich für mich nicht richtig anfühlen.

Naturkosmetik ist kein Baukastensystem.
Ohne synthetische Stabilisatoren und klassische Industrie-Tricks muss jede Kombination wirklich durchdacht sein.


Testen. Warten. Wieder testen.

Wir prüfen intern:

Stabilität

Konsistenz

Verhalten bei Temperaturunterschieden

Duftentwicklung

Hautgefühl im Alltag

Manchmal steht ein Produkt monatelang im Testraum, bevor ich entscheide:
Jetzt passt es.

Geduld gehört dazu.


Dann kommt der nüchterne Teil

Bevor ein Produkt verkauft werden darf, beginnt die formale Arbeit:

Sicherheitsbewertung

Produktinformationsdatei

CPNP-Meldung

INCI-Prüfung

bei Bio-Produkten die Berechnung nach österreichischem Lebensmittelbuch

Das ist kein glamouröser Schritt – aber ein notwendiger.
Denn Verantwortung endet nicht bei der Rezeptur.


Die Herstellung – und warum ich sie nicht abgebe

Wenn alles freigegeben ist, produzieren wir jede Charge von Hand in unserer Manufaktur in Zwettl.

Ich weiß bei jedem Produkt:

welches Rohstofflos verwendet wurde

wie viel davon eingewogen wurde

wann es produziert wurde

wie es sich beim Abfüllen verhalten hat

Wir arbeiten nicht mit Lohnherstellern.
Keine anonyme Großproduktion.
Keine industriellen Mischanlagen.

Jede Charge geht durch unsere Hände.


Warum ich mir diesen Aufwand mache

Weil ich überzeugt bin, dass man es spürt.

Man spürt, ob ein Produkt aus einem Katalog stammt
oder ob sich jemand ein Jahr lang Gedanken gemacht hat.

Für mich ist Naturkosmetik keine Trendkategorie.
Sondern Handwerk.

Und Handwerk braucht Zeit.


Wenn ein Produkt ins Regal kommt

Dann weiß ich:
Ich würde es selbst verwenden.
Ich kann jede Frage dazu beantworten.
Ich kenne jede einzelne Zutat.

Erst dann ist es bereit für unseren Shop.


Fazit

Ein Produkt bei Schau auf di entsteht nicht im Schnellverfahren.

Es entsteht aus einer Idee.
Aus vielen Tests.
Aus Verantwortung.
Und aus dem Anspruch, es wirklich gut zu machen.

Vielleicht dauert es deshalb länger.
Aber genau deshalb fühlt es sich auch richtig an.

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